Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
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Hans Wolff

Foto: Privatsammlung R. Wolff

31. August 1913 in Vreden – 8. August 2003 in New York, begraben in Chile

Hans Wolff wurde am 31. August 1913 als zweiter Sohn des Viehhändlers Aron Wolff und seiner Frau Selma (geb. Gumpert) in Vreden geboren. 

Er war der jüngere Bruder von Arthur Wolff. 1923 wurde er in die Klasse VI der Höheren Stadtschule in Vreden aufgenommen. Von dieser wechselte er Ostern 1928 zur Rektoratschule Legden. Das Vredener Schülerverzeichnis vermerkt, dass er seine Abiturprüfung bestanden hat. 

Aus der Vredener Meldekartei geht hervor, dass Hans am 31. März 1933 von Kamen wieder in das Haus seiner Eltern zurückkehrte. Am 27. August 1935 zog er nach Ahaus, wo er in der Wüllener Straße 7 bei seinem Onkel Moses Gumpert wohnte. Er arbeitete in Ahaus im Textilkaufhaus Löwenstein, das jedoch 1937 von seinem über 60-jährigen jüdischen Besitzer Hugo Löwenstein verkauft wurde und Hans so seine dortige Anstellung verlor. Das Adressbuch von 1939 vermerkt Hans Wolff mit der Berufsangabe „Viehhändler“ im Haushalt des Viehhändlers Gumpert in Ahaus.

Zusammen mit seiner Mutter, seinem Vater, seinem Bruder und der Familie Gumpert aus Ahaus flüchtete Hans am 28. November 1939 nach Chile. Er heiratete und bekam zwei Töchter. In Santiago de Chile betrieb er eine Parfümerie.

Am 8. August 2003 starb Hans in New York, wo eine seine Töchter lebt. Er wurde in Santiago de Chile begraben.

Irma Maas und Hans Wolff

Hans Wolff als Teilnehmerin eines Tanzkurses im Saal Kleine Vreden in der ersten Hälfte der 1930er Jahre. (Oberste Reihe als 3. von rechts steht Hans Wolff, links daneben Irma Mass).

Foto: Stadtarchiv Vreden FAHV 9798