Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
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Bella Liebreich

Bella Liebreich mit Nachbarin untergehakt vor dem Nachbarhaus Bußmann-Bennink in Vreden vor 1911. Foto: Stadtarchiv FAHV 897

29. Oktober 1885 in Vreden – 28. Mai 1968 Montevideo, Uruguay

Bella Liebreich wurde am 29. Oktober 1885 in Vreden geboren. Sie war die älteste Tochter des Kappenmachers Jakob Liebreich und Sara Liebreich. Sie selbst wurde ebenfalls Hutmacherin und hatte ihr Wohn- und Geschäftshaus in der Neustraße 6 in Vreden. (Die historische Adresse lautete Neustraße 10.) Bella Liebreich blieb ledig. Anna Uhlmann erinnert sich 1983 an Bella mit den Worten: „Sie war sehr gebildet und intelligent. Wir waren oft zusammen, haben diskutiert und Bücher gelesen.“

Ihre Abmeldung aus Vreden datiert auf den 7. August 1939 in Vreden und verweist auf Gouda in den Niederlanden. Ende Januar 1940 flüchtete sie zusammen mit den Familien Mogendorff, mit denen enge Familienbeziehungen bestanden, mit einem Schiff von Rotterdam nach Montevideo, Uruguay. Dort lebte auch bereits ihr Bruder Hertz Hermann Liebreich. Ihr Eigentum, wie verschiedene Möbelstücke, die sie in Montevideo für die Eröffnung einer Pension einsetzen wollte, sind von der Gestapo in Bremen vor Verschiffung beschlagnahmt und 1941 versteigert worden. Sie habe dann eine Anstellung als Köchin angenommen. 

Bella Liebreich starb sie am 28. Mai 1968 in Montevideo, Uruguay.

In Erinnerung an Bella Liebreich wurde im Dezember 2024 ein Stolperstein verlegt.

Bella Liebreichs Grab ist auf dem jüdischen Friedhof in La Paz, Montevideo, Uruguay.

Weitere Quelle: LostLift Datenbank Bremen zum Frachtgut von Bella Liebreich