Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
Spurensuche
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Familie Herz - Königsstraße
Familie Herz - Wüllener Straße
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Personen
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Orte
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Bernhard Herz

1. März 1921 in Vreden – unbekannt in Stutthof

Bernhard Herz wurde am 1. März 1921 als einziges Kind von Hermann Herz und seiner zweiten Frau Klara geboren. Ab Ostern 1931 besuchte er für vier Jahre die Höhere Stadtschule Vreden. Bernhard Herz war einer der beiden letzten jüdischen Schüler dieser Schule. Während seiner Schulzeit wurde er von Mitschülern „zwangsgetauft“, bis zur Bewusstlosigkeit mit dem Kopf unter Wasser gedrückt. Am 10. März 1934 feierte er seine Bar-Mizwa. Für seine kaufmännische Berufsausbildung meldete er sich am 1. Mai 1935 nach Castrop-Rauxel ab und kehrte drei Jahre später am 20. Juli 1938 wieder nach Vreden zurück. 

Die Auswanderungsstelle in Köln bescheinigte am 21. Dezember 1939 seine Auswanderungsabsicht. Am 21. November 1940 meldete er sich nach Dortmund ab und wird bei seiner Rückkehr nach Vreden am 3. Juni 1941 als „Schlosser“ bezeichnet.

Die Meldekarte von Bernhard Herz vermerkte am 10. Dezember 1941 einen Abgang nach „unbekannt“. Auf der Liste für die Deportation nach Riga erschien Bernhard Herz mit der Berufsbezeichnung „Arbeiter“. Dahinter verbirgt sich der Status Zwangsarbeiter. Später wird er nach Stutthof verlegt. Dort verliert sich seine Spur.