Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
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Margarete Heimann (geb. Nordheim)

Margarete Heimann (Foto: FAHV 6295)

22. Oktober 1858 (1856?) in Werl – 18. November 1942 in Theresienstadt

Margarete Heimann wurde am 22. Oktober1858 (oder 1856) in Werl geboren. Um 1888 heiratete sie den Vredener Kaufmann Gumpert Heimann Heimann (1856-1928), mit dem sie in Vreden in der Neustraße 8 (früher 15) wohnte. Zusammen hatten sie sechs Kinder: Erna, Hedwig, Heinrich, Ernst, Louise und Ilse. Heinrich und Louise Heimann starben beide im jüngsten Kindesalter. Ihr Mann war lange Jahre Stadtrat und im Vorstand des Männergesangsvereins. Er wurde 1928 als erster Verstorbener auf dem neuen jüdischen Friedhof an der Berkelaue bestattet.

Margarete lebte im Haushalt ihrer Tochter Hedwig und deren Ehemann und Sohn. Am 5. Dezember 1940 musste die Familia zwangsweise innerhalb Vredens in die Wassermühlenstraße 17 (früher 383) umziehen, das Haus der Familie Aron Wolff, welches als Ghettohaus genutzt wurde. Im Dezember 1941 wurde ihre Tochter Hedwig mit Ehemann Erich und Sohn Günter nach Riga deportiert. Nur Margarete und ihre jüngste Tochter Ilse blieben zunächst noch in Vreden. Am 3. Februar 1942 aber wurden beide nach Ahaus in das dortige Ghettohaus in der Hochstraße 3 zwangsumquartiert. Durch die Gestapo Münster wurde Margarete mit ihrer Tochter Ilse am 28. Juli 1942 mit dem Transport XI/1-774 von Ahaus in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 1. August 1942 eintrafen. Dort starb Margarete Heimann am 18. November 1942.

Foto: Stadtarchiv Vreden FAHV 6295