Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
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Bernhard Mogendorff

Foto: Privatsammlung Mogendorff

9. März 1885 in Vreden – 26. Juni 1959 in Montevideo, Uruguay

Bernhard Mogendorff wurde in Vreden als Sohn von Eliazar Mogendorff und Jeanette Liebreich geboren. Sein Vater war gebürtiger Niederländer und besaß auch die niederländische Staatsangehörigkeit. Von Beruf war Bernhard Viehhändler und Besitzer von mehreren Hektar Grundeigentum. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Soldat. Im Februar 1919 heiratete er Frieda Katz aus Exten bei Rinteln. Sein Bruder Hermann heiratete die Schwester seiner Frau im November des gleichen Jahres. Bernhard und Frieda Mogendorff bekamen gemeinsam drei Kinder, Walter, Jeanette und Heinz. In der Pogromnacht wurde Bernhard geschlagen und eingesperrt. Ihr Wohnhaus wurde verwüstet und die Fenster zerstört. Seine Abmeldung aus Vreden datiert vom 18. Februar 1939 mit dem Verweis auf Eindhoven, Niederlande. Zusammen mit der Familie seines Bruders Hermann und seiner Cousine Bella Liebreich flüchteten Mogendorffs schließlich Ende Januar 1940 mit einem Schiff von Rotterdam nach Montevideo, Uruguay.

Sein älterer Bruder Julius Mogendorff war mit seiner Frau Ida, geb. Weinberg von Düsseldorf nach Eindhoven in die Niederlande geflüchtet. Beide wurden am 3. September 1942 in Auschwitz ermordet. Seine jüngere Schwester Mina und ihr Mann Levie Frank haben den Holocaust überlebt. Sie liegen beide in Eindhoven begraben. 

Gemeinsam mit seinem Bruder Hermann stellte Bernhard im Jahr 1959 einen Antrag auf Wiedergutmachung. Bernhard Mogendorff starb am 26. Juni 1959 in Montevideo, Uruguay.

Ehefrau: 

Frieda Mogendorff (geb. Katz) 

(1888 - 1960)

Walter

(1920 - 1951)

Heinz

(1926 - 2008)