Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
Spurensuche
Familien
Familie Albersheim und Familie Cohen - Wüllener Straße
Familie Heimann und Familie Münchhausen - Neustraße
Familie Herz - Alstätterstraße
Familie Herz - Königsstraße
Familie Herz - Wüllener Straße
Familie Liebreich - Neustraße
Familie Mogendorff - Windmühlenstraße
Familie Rosenthal und Familie van Gelder - Twicklerstraße
Familie Wolff - Neustraße
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Personen
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Wijnschenk, Gerda (geb. Rosenthal)
Rosenthal, Hildegard
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Wolff, Amalie (geb. Landau)
Wolff, Ernst
Wolff, Karl
Wolff, Aron
Wolff, Selma (geb. Gumpert)
Wolff, Hans
Wolff, Arthur
Van Gelder, Vrouwgje (geb. van Zuiden)
Orte
Ehemalige Synagoge
Alter jüdischer Friedhof
Neuer jüdischer Friedhof
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Familie Wolff 

Neustraße 10

Amalie Wolff (geb. Landau) lebte seit dem frühen Tod ihres Mannes Samuel mit ihren drei Kindern Meta, Ernst und Karl in ärmlichen Verhältnissen. Meta Wolff, verheiratete Gottschalk, war ebenfalls verwitwet und nach einer Operation erblindet. In der Pogromnacht wurde auf sie eingetreten, obwohl sie eine Operationswunde am Kopf hatte. Sie und ihre Mutter Amalie wurden 1942 in Ahaus in ein Ghettohaus zwangsumquartiert und anschließend nach Theresienstadt deportiert. Sie blieben dort zwei Jahre zusammen, bis Meta 1944 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde.

Amalie Wolff überlebte das Ghetto Theresienstadt und wohnte von 1946 bis zu ihrem Tod 1953 wieder in Vreden.

Ihre Söhne Ernst Wolff und Karl Wolff flohen nach der Pogromnacht in die Niederlande.

Ernst kam in das Flüchtlingsaufnahmelager Westerbork. Karl tauchte in den Niederlanden unter, floh nach Belgien und wurde dort verhaftet. Ernst überlebte seine Haft in Westerbork. Karl, der von Belgien aus nach Auschwitz deportiert wurde, überlebte ebenfalls, hatte aber durch schwere Misshandlungen bleibende Gesundheitsschäden. Er kehrte in den 1950er Jahren nach Vreden zurück, er starb 1958 infolge eines Autounfalls. Ernst Wolff lehnte es ab, wieder in Vreden zu leben, sondern zog nach Winterswijk. In einem Interview, das kurz vor seinem Tod 1996 aufgezeichnet wurde, berichtet er von seinem Leben.

Das Haus Wolff in Vreden wurde von den Nationalsozialisten als sogenanntes „Ghettohaus“ genutzt, um die aus ihren Häusern vertriebenen Jüdinnen und Juden vor ihrer Deportation in den Osten dort zu konzentrieren.

Für Amalie Wolff und ihre Kinder Meta, Ernst und Karl sind in der Neustraße 10 vier Stolpersteine verlegt worden.