Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Vreden
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Familie Heimann und Familie Münchhausen

Neustraße 8

Wohn- und Geschäftshaus der Familie Heimann 

Foto: Stadtarchiv Vreden FAHV907

Familie Heimann lebte in der Neustraße 8 (früher 15) und betrieb dort seit drei Generationen ein Manufaktur- und Modewarengeschäft. Hedwig Münchhausen (geb. Heimann) führte mit ihrem Mann Erich Münchhausen das Geschäft als Textil- und Bettwarengeschäft weiter. Dort sind 6 Stolpersteine verlegt:

Für Margarete Heimann (geb. Nordheim) und ihre beiden Töchter Ilse Heimann und Hedwig Münchhausen (geb. Heimann) sowie ihre Schwägerin Esther Elsberg (geb. Heimann) sowie Hedwigs Mann Erich Münchhausen und ihren gemeinsamen Sohn Günter.

Der achtjährige Günter Münchhausen wurde mit seinem Vater Erich und seiner Mutter Hedwig am 10. Dezember 1941 von Ahaus nach Münster und von dort drei Tage später nach Riga deportiert. Ein Vredener Soldat traf Hedwig Münchhausen in Riga, als sie dort am Güterbahnhof Holz verladen musste. Alle drei Familienmitglieder sind verschollen und für tot erklärt worden.

Ilse Heimann und ihre Mutter Margarete blieben erst noch in Vreden und wurden im Sommer 1942 nach Theresienstadt deportiert. Während Margarete Heimann noch im gleichen Jahr ihr Leben im Ghetto verlor, wurde Ilse Heimann am 29. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Esther Elsberg (geb. Heimann) wohnte zuletzt in Castrop-Rauxel und wurde von Dortmund aus ebenfalls ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie Ende Juli 1942 ankam und am 15. Februar 1943 starb.